Interview mit der Malerzeitschrift Mappe / 01. Februar 2018

Die Personenmarke liegt heute voll im Trend. Auch für Unternehmen ist das sogenannte Personal Branding ein wichtiges Mittel, um eine erfolgreiche Markenführung zu betreiben. Markenexperte Christopher Spall verrät im Interview mit der Malerzeitschrift Mappe, was eine Personenmarke wirklich auszeichnet und wie Unternehmen Personal Branding in den Unternehmensalltag integrieren.

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Eine Marke ist das, was die Menschen über Sie reden, wenn Sie den Raum verlassen. Insofern definieren wir eine Marke als alle gespeicherten Assoziationen über eine Persönlichkeit. Kurz gesagt: der gute Ruf. Und diesen gilt es bewusst zu steuern. Es gibt einige naturgegebene Faktoren, die Attraktivität ausmachen. Darunter fällt, wie charismatisch eine Person wirkt, wie schlagfertig sie ist usw. Die meisten Faktoren sind aber schlicht erlernbar. Wenn Sie zum Beispiel in 120 Sekunden auf den Punkt bringen können, was Sie als Persönlichkeit und Unternehmer unverwechselbar macht. Dann werden Sie gemerkt, weiterempfohlen und können auch Preisspielräume durchsetzen. Die Markentechnik ist eben auch eine Technik. Jedes Handwerk hat seine Techniken und Werkzeuge. Bei Marken ist es ganz genauso.

Geschichten aus dem Privaten stärken das Profil des Unternehmers, wenn sie ganz bestimmte Haltungen und Werte des Unternehmers unter Beweis stellen. Es gilt das Privatleben nicht beliebig im Netzwerk auszuschütten, sondern gezielt zu teilen. Die Sozialen Medien bieten hier gute Plattformen. Nirgendwo sonst ist der dosierte Einsatz der Marke allerdings so wichtig wie in Facebook und Co. Sonst werden Unternehmer zum bunten Hund statt zur Marke.

Viele unserer Kunden haben heute keinen Engpass auf der Kundenseite, sondern finden keine ausreichend qualifizierten und vor allem passende Mitarbeiter. Unternehmen wie Persönlichkeiten begehen dabei häufig einen Kardinalfehler: Sie erklären dem Bewerber, was sie tun und wie sie es tun sollen. Das ist aber häufig nicht attraktiv genug. Können diese Unternehmer dann nicht mehr zahlen als die Konkurrenz, ist der gut ausgebildete Bewerber schnell woanders. Starke Marken hingegen schaffen Identifikationskraft bei Bewerbern, indem sie erklären, warum sie genau das tun, was sie tun. Sie erklären, was sie eigentlich antreibt. Dabei sollte der Beweggrund nie allein darin liegen, Geld zu verdienen. Wirtschaftlicher Erfolg ist die Folge eines konsequent gelebten Antriebs, nicht die Ursache. Diesen individuellen inneren Antrieb müssen Unternehmer herausarbeiten.

Der Mensch als Marke ist heute der erfolgsentscheidende Faktor im Vertrieb. Kunden treffen ihre Entscheidung vor allem aufgrund des Vertrauens in die Persönlichkeit. Nur wenn Unternehmer wissen, wofür sie stehen und das auch eindrucksstark vermitteln können, entsteht dieses Vertrauen.

Christian Lindner, der Vorsitzende der Freien Demokraten. Ich will dabei weder sein Verhalten noch die politischen Inhalte bewerten. Mich interessiert nur, wie Lindner mit klaren Prinzipien, einer starken Vision und Klartext nicht nur sich, sondern auch seiner ganzen Partei wieder Stahlkraft verschafft hat. Lindner hat deutlich an Reputation gewonnen und die Partei hat vier Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag wieder ein klares Profil. So geht Marke.

 

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Veröffentlicht: 01. Februar 2018

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