Der Sieg der starken Marke

Christopher Spall im Interview mit Handelsblatt online / 28. März 2016

Donald Trump ist die wohl größte Überraschung in der amerikanischen Präsidentschaftsbewerber-Geschichte. Noch nie hat ein Bewerber so polarisiert und dennoch enorme Erfolge für sich verzeichnen können.
Doch was ist es, das die Marke Trump so merk-würdig macht? Warum könnte neben seiner Persönlichkeit vor allem seine Positionierung der Schlüssel zum Erfolg sein? Und vor allem: Wie würde ein Duell zwischen Hillary und Trump ausgehen? Diesen und vielen weiteren spannenden Fragen geht der Markenexperte Christopher Spall im Interview mit dem Handelsblatt auf den Grund.

 

In einem Wort: Merk-würdig. In vier Worten: Make America great again. Es ist eine Positionierung, die Trump zum Sehnsuchtsobjekt werden lässt. Aus einem Kandidaten entsteht eine Bewegung. Kurzfristig ist das der Schlüssel zum Erfolg. Langfristig ist die Marke jedoch nur glaubwürdig, wenn man die Positionierung mit Leistung belegt. Obamas „Change“ oder „Yes, we can“ wurden erst zum Problem, als er nicht liefern konnte.

Auch „Make America great again“ wird sich abnutzen, wenn er so weitermacht. Denn irgendwann wollen selbst die marketingverliebten Amerikaner wissen, was er eigentlich meint. Es reicht nicht, eine Botschaft ohne Inhalt zu haben. Wenn Trump es aber tatsächlich schafft, zu seinem klaren Profil auch Inhalt hinzuzufügen, hat er tatsächlich eine Chance.

Das müssen Sie erklären.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, er beginnt künftig damit, die Lehren, die er in seinem Unternehmerleben sammeln durfte, klar zu kommunizieren. Zusätzlich entwickelt er ein nachvollziehbares wirtschaftspolitisches Konzept. Diese teils wahnsinnige Hülle wäre dann plötzlich mit Identität gefüllt. Dann sieht sein Blatt ganz anders aus…

Wenn es letztlich tatsächlich auf ein Duell zwischen Clinton und Trump hinauslaufen sollte, ist Clinton aktuell im Vorteil. Einzig aus dem Grund, weil Trump einzelne Wählergruppen wie Frauen, Schwarze und alle Immigranten ausschließt. Er polarisiert. Rechnerisch scheint also Clinton noch vorn zu sein. Das kann sich aber ändern – dann würde der spannende Kampf beginnen: Mathematik gegen Marke …

Lesen Sie hier das vollständige Interview oder klicken Sie auf das folgende Bild

Handelsblatt_Clinton vs. Trump_Taugen die Wahlkämpfer als Marke?_Link