Klare Markenstrategie für Autohändler wie ein Kompass"

Interview mit kfz-betrieb / 27. Mai 2016

Wie können regionale Automobilhändler sich als Marke vor Ort profilieren und sich gegen die Preisspirale zur Wehr setzen? Besonders die Frage, wie Händler Ihre eigene Identität mit den Marken der Hersteller glaubwürdig verknüpfen, stellt viele Autohäuser vor große Herausforderungen. Wie der Weg zur starken Händlermarke aussieht und welche Vorteile die Händler haben, die diesen Weg beschreiten, verrät Markenexperte Christopher Spall im Interview mit der Fachzeitschrift kfz-betrieb.

"Klare Markenstrategie für Autohändler wie ein Kompass"

Weltweit Millionen von bewusst manipulierten Fahrzeugen, um bestehende Abgasnormen zu umgehen – das bedeutete im vergangenen Jahr ein Erdbeben für die Volkswagen AG. Doch nicht nur der multinationale Konzern hatte und hat immer noch darunter zu leiden: „Wie riskant es ist, sich einer Herstellermarke voll auszuliefern, spüren derzeit viele VW-Händler“, so Christopher Spall. Als Airbag bei solch unvorhersehbaren Unfällen kann eine starke Händlermarke mit eigener Persönlichkeit und einer unverwechselbaren Markenidentität dienen.

Nicht nur in Krisenfällen auf Seiten ihrer Hersteller ist ein klares Markenprofil für die Automobilhändler von Vorteil. Auch in der Abgrenzung von anderen Autohäusern kann man potenziellen Kunden so Argumente liefern, die nicht auf den Preis oder Werkstattleistungen abzielen. Zudem hilft die eigene Markenidentität dabei, genau die Dinge anzupacken, die zum Händler passen und zur Attraktivitätssteigerung führen – und somit zu höheren Gewinnen. Markencoach Spall dazu: „Eine klare Markenstrategie für Automobilhändler ist wie ein Kompass“.

Die Entwicklung einer individuellen Markenidentität ist ein Prozess, in den es alle Mitarbeiter zu integrieren gilt. Grundsätzlich ist es für Autohäuser kein Ding der Unmöglichkeit, diesen Prozess selbst zu steuern. Allerdings besteht die Gefahr, nur interne Sichtweisen auf die Marke einfließen zu lassen und die externe Perspektive auf Kundenzufriedenheitsbefragungen zu reduzieren. „Eine Marke, die auf einer solchen Grundlage gebildet wird, hat keine Substanz und wird zusammenfallen wie ein Kartenhaus“, betont Christopher Spall die übergeordnete Bedeutung  einer wissenschaftlich fundierten Begleitung des Markenbildungsprozesses durch Experten für einen dauerhaften Erfolg der Marke.

Lesen Sie das vollständige Interview hier.

Veröffentlicht: 27. Mai 2016

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