Die Persönlichkeit eines Menschen gewinnt im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz (KI) zunehmend an Bedeutung

Was bedeutet Künstliche Intelligenz für Personal Branding?

Dr. Watson arbeitet in einem Krankenhaus in New York. Er greift für jede Diagnose auf mehr als 2 Mio. Studien zu. Und er benötigt nur wenige Sekunden für eine stichhaltige Antwort. Allerdings ist Dr. Watson kein Mensch, sondern der Supercomputer von IBM (s. Abb.). Was nach Science Fiction klingt, ist bereits Realität. Ein essentieller Teil der Arbeit eines Facharztes wird nun durch eine Künstliche Intelligenz ausgeführt. Was wird passieren, wenn Roboter, versehen mit einer Portion Künstlicher Intelligenz, noch intensiver in unser alltägliches Leben eingebunden werden?

Selbstlernende Algorithmen werden auch in anderen Bereichen des Arbeitsmarktes einen Teil der aktuell bestehenden Arbeitsplätze substituieren. Beispielsweise werden Steuerfachangestellte durch intelligente Software ersetzt.

IBM_Dr. Watson_Supercomputer

Der sog. „Job-Futuromat“, ein vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung entwickelter Online-Check (www.job-futuromat.de), zeigt plastisch auf, wie Künstliche Intelligenz unseren Arbeitsalltag in Zukunft verändern wird. Gleichzeitig wird die Persönlichkeit eines Menschen angesichts der anstehenden Entwicklungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Mehr noch: Sie wird den alles entscheidenden Unterschied machen.

Personal Branding gewinnt an Bedeutung

Daher sollte sich jeder von uns bewusst machen:

„Was ist mein Warum? Was macht mich im Kern aus? Für was stehe ich?
Was ist meine persönliche Marke, meine Personal Brand?“

Die Beantwortung dieser Fragen und die Ausbildung einer starken Marke bietet uns nicht nur die Chance, einen bleibenden Eindruck bei anderen zu hinterlassen. Eine starke Personal Brand erlaubt es uns gleichsam, der durch Künstliche Intelligenz und Technologisierung geprägten Zukunft gestärkt und positiv entgegen zu blicken.

Was uns von Künstlicher Intelligenz heute fundamental unterscheidet, ist unsere Persönlichkeit. Im Gegensatz zu Maschinen haben und zeigen wir ein Gewissen. Dieses Alleinstellungsmerkmal sollten wir nutzen, indem wir klar ausdrücken und beweisen, wofür wir als Persönlichkeit stehen. Und indem wir unsere Werte, unseren Antrieb und unser Lebensgefühl spürbar machen.

Dies ist auch für Organisationen entscheidend. Wenn wir Unternehmen und Marken mit Gewissen erschaffen wollen, brauchen wir dahinter starke Persönlichkeitsmarken, die wissen, wofür sie stehen und welche besondere Rolle sie einnehmen. Und was sie damit bewirken können. Denn Organisationen können immer nur so verantwortungsvoll und gewissenhaft sein wie die Persönlichkeiten, die sie repräsentieren.

Mit den Auswirkungen von KI auf das Branding von Persönlichkeiten setzt sich der neue Vortrag von Christopher Spall auseinander. Der brandneue Inspirationsvortrag gibt Denkanstöße, wie Personal Branding insbesondere im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz zum persönlichen Erfolgsfaktor werden kann.

Die Premiere des Vortrags “Personal Brand trifft Künstliche Intelligenz” fand auf dem Spring Meeting der Medinge Group im April 2019 statt. Die als Think Tank fungierende Medinge Group ist ein Zusammenschluss von Markenexperten und Visionären aus aller Welt. Gemeinsam haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für die Werte Menschlichkeit und Nachhaltigkeit in Organisationen stärker zu verankern und so zu verantwortungsvollem Handeln anzuregen.

Einige Highlights des Vortrags:

  1. Gefühle und Empathie werden zu Schlüsselfaktoren des persönlichen Erfolgs.
  2. KI verlangt von den Menschen Wandlungsfähigkeit, ohne den eigenen Persönlichkeitskern zu verlieren.
  3. Die Sehnsucht nach Echtheit: Die unvollkommene menschliche Persönlichkeit gewinnt an Wert

Übrigens:
Dem Thema „Künstliche Intelligenz und Personal Branding“ ist im Buch „Personal Branding – Was Menschen zu starken Marken macht“ ein eigenes, spannendes  Kapitel gewidmet. Das Buch erscheint im Juni im Springer Gabler Verlag und kann ab sofort vorbestellt werden!
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Mehr zum Medinge Group Spring Meeting 2019:

Regelmäßige Treffen der Mitglieder schaffen ein Forum, um Wissen auszutauschen und gemeinsam Ideen für neue Initiativen zu entwickeln. Ziel ist es, Unternehmen nachhaltig zu Veränderungen zu befähigen.

So lud die Medinge Group ihre 30 Mitglieder sowie weitere ausgewählte Markenexperten im April 2019 zum ersten Mal nach Deutschland ein. Der Think Tank traf sich zum „Spring Meeting“ in Koblenz. Spannende Vorträge rund um die Themenschwerpunkte „Marken mit Gewissen“ und „Empathische Städtemarken“ lieferten Inspiration für die Markenentwicklung der Zukunft.

Christopher Spall sprach dort in englisch zum Thema “Personal Brand meets Artificial Intelligence”. Neben dem Organisator des diesjährigen Frühjahrstreffens, Prof. Holger Schmidt, gaben auch Markenvertreter wie Ted Matthews (Oslo School of Architecture and Design) oder Charlotte Otter (Head of Executive & Employee Communication SAP) interessanten Input zu den verschiedenen Themenbereichen.

Veröffentlicht: 08.05.2019

 

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