Leuphana Universität Lüneburg, Lüneburg / 27. September 2018

 

Die Online Marketing Konferenz OMK in Lüneburg ist eine der führenden Plattformen für die Themen Digitalisierung und Onlinemarketing. Mit heute über 1000 Teilnehmern hat sich die OMK zu einem Pflichttermin für Entscheidungsträger und Mitarbeiter von Marken aus dem B2C- und B2B-Bereich entwickelt. Über 40 Top-Speaker aus Wissenschaft, Wirtschaft, Social Media, Philosophie und Sport waren vor Ort und teilten ihr Wissen und die neusten Erkenntnisse aus Forschung und Praxis. Wir haben unsere Top 10 Erkenntnisse für Sie zusammengefasst.

Zudem lieferte Christopher Spall mit seinem Vortrag „Markenführung im digitalen Zeitalter“ den Besuchern der Messe die „etwas andere Sicht“ auf die Dinge. Er machte seinen Zuschauern bewusst, dass sich etwas Grundlegendes auch in der digitalen Welt nicht ändert: Identität ist der Schlüssel zum Erfolg. Daher sollten sich Unternehmen weniger Sorgen um die digitale Transformation machen, sondern sich vielmehr die Frage stellen, wer sie eigentlich sind und was sie ausmacht – was also ihr ganz persönlicher Identity Code ist. Dieser entscheidet darüber, wie Unternehmen und Menschen aus sich selbst heraus im Digitalzeitalter erfolgreich sein können.

Denn in Zukunft gilt: „Echtheit wird zur Leitwährung im digitalen Raum“. 

 

Die Top 10 Erkenntnisse der OMK

Es gilt, dass alle, die keine Digital Natives sind, auf die vor-digitale Welt geprägt sind. Die Tatsache, dass wir gelernte Muster in neue, digitale Welten mitnehmen, resultiert in Ablehnung digitaler Technologien, wie Prof. Dr. Klemens Skibicki eindrucksvoll aufzeigte. Die Lösung ist, dass man die digitale Welt fühlen muss – werden Sie daher unbedingt auch privat in den unterschiedlichen Kanälen wie Social Media aktiv, um die Vorzüge verstehen zu lernen.

Alle, die sich noch vor der Digitalisierung fürchten, sollten sich diese Gleichung vor Augen halten. Denn der alles entscheidende Vorteil der Digitalisierung ist, dass wir Gut nun zu unglaublich geringen Kosten transformieren können. Denken Sie hier z. B. daran, wie aufwändig früher ein Informationsaustausch über Distanz war. Unsere Herausforderung liegt heute darin, den Überblick nicht zu verlieren und zu entscheiden, welche Prozesse wir in die digitale Welt vorteilhaft verlagern können. Nicht mehr und nicht weniger.

Es ist bekannt, dass YouTube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt ist und den entscheidenden Kontaktpunkt zum Endkunden darstellen kann. Doch auch im B2B-Bereich ist Bewegtbild sehr relevant. So schauen sich, laut Dirk Limmer und Christoph Schier von web-netz, bis zu 70 % der B2B-Entscheider Videos an, um sich vor der ersten Kontaktaufnahme zu informieren.

Sie haben schon mal darüber nachgedacht, mit Influencer Marketing zu beginnen? Statt teure Rechnungen für lieblose Werbebeiträge professioneller Influencer zu bezahlen, empfiehlt Alex Wagner von Shoop unter anderem auch mal selber aktiv zu werden. Vorzeigebeispiel Nummer 1 ist der Weinhändler Gary Vaynerchuck. Hier geht es zu seinem Kanal

Stellen Sie sich vor, Facebook wäre eine Gartenparty. Auf Gartenpartys hat man sich schon früher von Leuten abgewendet, welche nur Monologe führten, nur von sich redeten und nur eigene Interessen im Sinn hatten. Daraus ergibt sich eine hilfreiche Analogie von Prof. Dr. Klemens Skibicki für die Facebook Content Planung. Unser Learning ist, dass man mit den Fans durch interessante Themen in den Dialog treten muss, anstatt einseitig zu kommunizieren.

Noch immer wird SEO im B2B-Bereich unterschätzt. Dabei recherchieren, laut Dirk Limmer und Christopher Schier von web-netz, nahezu 90 % der Einkäufer in der Suchmaschine über relevante Keywords. Hinzu kommt, dass Ihre Kunden von morgen internetaffine, junge Entscheider sind, welche 57 % ihrer Recherche online bereits abgeschlossen haben, bevor sie in persönlichen Kontakt treten. Wir sehen hier zwei gute Gründe, um sich dem Thema SEO näher zu widmen, zumal es günstiger ist als SEA.

Es fehlt an kreativen Ideen für die Kommunikation im B2B-Bereich? Auch hier ist Bewegtbild eine attraktive Lösung. Denjenigen, die es noch nicht kennen, wollen wir das inspirierende Beispiel des LKW-Herstellers Volvo nicht vorenthalten. Um das neue Lenksystem Dynamic Steering zu bewerben und dessen Präzision zu verdeutlichen, ließen sie den 53-jährigen Actionstar Jean Claude Van Damme auf zwei rückwärts fahrenden LKW einen Spagat hinlegen – beeindruckend! Hier geht es zum Video.

Eindrucksvoll bewiesen dies Adrienne Becker und Anna Marquardt von web-netz. So stellten sie folgende demografischen Zwillinge vor: zwei aus England stammende Familienväter, geboren im Jahr 1948, welche vermögend sind und ihren Urlaub gerne im Alpenraum verbringen. Diese entpuppten sich als Ozzy Osborn und Prince Charles. Noch Fragen?

Im Zuge des Trends „Mobile First“ werden zukünftig zwei Technologien interessant, welche man im Auge behalten sollte. Hinter den Akronymen verstecken sich zum einen die Progressive Web Applications (PWA), welche unter anderem fähig sind, Internetseiten vorzuladen, so dass Sie bei Verbindungsstörungen ungestört mobil weiter surfen können. Zum anderen steht AMP für Accelerated Mobile Pages. Diese AMP-Dokumente ermöglichen, dass Webseiten trotz geringer Verbindung unter einer Sekunde geladen werden können.

Dieses Vorzeigebeispiel verdeutlicht, dass man Zielgruppensegmentierung an die Spitze treiben kann. So hat sich IKEA innerhalb der eigenen Zielgruppe eine noch spezifischere Gruppe für die Insomnia Kampagne ausgewählt: Die Schlaflosen. So richtet sich diese Kampagne gezielt „nur“ an Personen mit Schlafproblemen und bewirbt somit, wohl gemerkt, „nur“ eine Produktgruppe aus dem IKEA Portfolio. Man merke: weniger ist manchmal mehr. Hier geht es zum Spot.

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