Vom Eishockey-Idol zur starken Marke: 4 Fragen an Florence Schelling

Vom Eishockey-Idol zur starken Marke: 4 Fragen an Florence Schelling

Florence Schelling

Die Marke

Als Torhüterin der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft nahm Florence Schelling an vier Olympischen Winterspielen und elf Weltmeisterschaften teil und gewann jeweils einmal Bronze. 2018 beendete die gebürtige Züricherin ihre Karriere als Profi-Sportlerin. Seitdem ist sie unter anderem als Sportfunktionärin und Speakerin aktiv. 

Die Ausgangslage

Tägliches Training und Wettkämpfe bestimmen bei Profi-Sportlern den Tagesablauf oft während der kompletten Karriere. Danach allerdings stellen sich viele Fragen: „Was treibt mich, abseits des Sports, an?“ „Wofür stehe ich eigentlich?“ und „Wie sieht mein persönlicher Kompass für die Zukunft aus?“

Um Antworten hierauf zu finden, durften wir Florence Schelling im Frühjahr 2022 bei Ihrer Identitätsentwicklung begleiten.
Was Sie hiervon konkret mitnimmt und welchen Rat sie für Menschen hat, die auch auf authentischem Wege zur starken Marke werden wollen, verrät sie im Interview.

Das Interview führte Julian Schwab.

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Buch Personal Branding von Christopher Spall

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Peak Performer Kids Camps Unterfranken und Oberbayern: Rückblick

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Wir engagieren uns für die Peak Performer Stiftung zur Förderung der Spitzenleister von morgen. In den Kids Camps wird Kindern und Jugendlichen die Freude am Leisten vermittelt – mit Spiel, Spaß und echten Vorbildern. Christopher Spall unterstützt die Stiftung aktiv als Geschäftsführer.

Ihr Weg zur unverwechselbaren Marke beginnt hier

Vom Politiker zur starken Marke: Wolfgang Bosbach sagt, worauf es ankommt

Vom Politiker zur starken Marke: Wolfgang Bosbach sagt, worauf es ankommt

Aus der grauen Masse der Politiker sticht eine Persönlichkeit schon immer heraus: Wolfgang Bosbach gilt als einer der profiliertesten und beliebtesten deutschen Politiker. Er wurde 1952 in Bergisch Gladbach geboren und trat 1972 der CDU bei. Nach der mittleren Reife, einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und der Position als Leiter eines Supermarktes machte er sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und studierte mit dem Abschluss des 2. Staatsexamens Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Seit 1991 ist er als Rechtsanwalt in der Kanzlei Winter Rechtsanwälte in Bergisch-Gladbach tätig. Von 1994 bis 2013 wurde er im Rheinisch-Bergischen Kreis ohne Unterbrechung direkt in den Deutschen Bundestag gewählt, wo er zahlreiche Ämter bekleidete. Bei der Bundestagswahl 2017 trat er in seinem Wahlkreis nicht mehr an.

Im Interview mit dem CDU-Mann wird deutlich, was eine starke Persönlichkeitsmarke ausmacht. Das Gespräch liefert wertvolle Impulse für alle Entwicklungssucher – ob politisch aktiv oder nicht, die es besser machen wollen.

Starke Politikermarke Wolfgang Bosbach

Die Leute wollen nicht nur einen todschicken Zug sehen. Sie wollen auch wissen, in welche Richtung er fährt. Sonst steigen sie nicht ein.

Wolfgang Bosbach

Herr Bosbach, obwohl Sie nie ein Ministeramt bekleideten, gelten Sie über Parteigrenzen hinweg als einer der profiliertesten und beliebtesten deutschen Politiker. Worauf führen Sie diesen persönlichen Erfolg zurück?

Auf eine jahrzehntelange politische Arbeit in ganz verschiedenen politischen Ämtern. Erst auf kommunaler Ebene, dann die letzten 23 Jahre auf Bundesebene. Ich war ja auch einige Zeit stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen. Und in diesen fast fünf Jahrzehnten haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit bekommen, sich ein Bild zu machen von dem Politiker, aber auch von dem Menschen Wolfgang Bosbach. Und die häufigen Medienauftritte haben sicherlich dazu beigetragen, dass ich im Laufe der Jahre, auch ohne Staatsamt, bekannt geworden bin.

Transparenz

Was ist für die Außenwirkung eines Politikers besonders wichtig? Wie kommt man ‚gut rüber‘?

Also, zunächst habe ich die in manchen Augen vielleicht altertümliche Auffassung, dass es schwierig ist, einen Politiker zu beraten, wie er sich in der Öffentlichkeit geben und verhalten sollte, weil ich der festen Überzeugung bin, dass die Menschen ein untrügliches Gespür dafür haben, ob jemand authentisch ist oder ob jemand versucht, eine bestimmte Rolle zu spielen. Entscheidend ist die Kombination von Kompetenz und Sprache. Auch nach 46 Jahren politischer Arbeit gilt für mich, jeden Tag: lesen, lesen, lesen – lernen, lernen, lernen, also dazulernen, auch die Bereitschaft mitzubringen, sich permanent weiterzubilden. Und vielleicht auch, sich zu korrigieren, wenn man einmal in der Vergangenheit Fehleinschätzungen hatte. Dadurch erwirbt man sich eine Sachkompetenz. Die Kompetenz alleine hilft dir aber nicht, wenn du nicht in der Lage bist, deine politische Überzeugung in einer Sprache zu vermitteln, mit der man verstanden wird. Politiker neigen oft dazu, das Publikum zu belehren, anstatt zu erklären, warum sie welche Haltung einnehmen.

Authentizität

Wie fest definierbar und durchhaltbar ist die eigene Vision als Politiker in einem Geschäft, das von Deals und Kompromissen geprägt ist?

Da stellt sich im Laufe der Jahrzehnte Ernüchterung ein. Es gibt ja den klassischen Satz: „Politik ist das Bohren dicker Bretter“. Ich füge hinzu: Da musste ich mich im Laufe meines politischen Lebens durch ganze Wälder durcharbeiten. Wenn man sein politisches Ziel nicht oder nicht auf Anhieb erreicht, dann sollte man sich im Wege eines Kompromisses wenigstens darum bemühen, dem Ziel ein Stück näher zu kommen. Unter keinen Umständen sollte man in die entgegengesetzte Richtung laufen.

Glaubwürdigkeit

Zwischen 2012 und 2016 waren Sie laut ihrem Wikipedia-Eintrag der deutsche Politiker, der an den meisten Talkshows teilnahm. Wie bereiteten Sie sich für solche Polit-Talks vor? Haben Sie das trainiert oder ist das einfach irgendetwas, das Ihnen gegeben ist?

Vielleicht hat mir der liebe Gott schon das Talent in die Wiege gelegt, einen Text so zu formulieren, dass man auch tatsächlich verstanden wird. Dass die Menschen wissen, was gemeint ist. Ich kennen viele Politikerkollegen, die formulieren derart kompliziert, dass man zwar glaubt, Zeuge einer Offenbarung zu werden. Aber am Ende ist es völlig offen, welche Haltung der Politiker jetzt einnimmt. […] Vorbereitung in dem Sinne, dass man, fast wie ein Schauspieler, eine bestimmte Rolle lernt, die man dann in einer Talkshow darstellt, geht schief. Und die Vorbereitung war immer eine sachliche Vorbereitung, also konzentriert auf Zahlen, Daten und Fakten, je nach Thema. Und dass man in einer Talkshow sich bemüht, klar zum Ausdruck zu bringen, warum man welche bestimmte politische Haltung einnimmt. Also nicht nur zu erklären, dass man dafür oder dagegen ist oder was man vorhat, sondern auch, was die tragenden Beweggründe sind, was die Sachargumente sind, warum man eine bestimmte Haltung einnimmt.

Klarheit

Sie gelten als Politiker der klaren Worte und waren auch deshalb für Ihre Parteivorsitzenden nicht immer ein bequemer Abgeordneter. Wie meistert man in einer Position wie der Ihren den Spagat zwischen der Parteiräson und den eigenen Überzeugungen, wenn es diesbezüglich einmal Unterschiede geben sollte?

Ich bin in der glücklichen Lage, sagen zu können, ich vertrete nur Positionen der CDU oder solche, die früher einmal Positionen der CDU waren. Das Einzige, was man mir wirklich vorwerfen könnte, ist, dass ich nicht schnell genug in der Lage bin, meine Meinung zu ändern. Wenn es einmal zu kontroversen Debatten kam, in Fragen der Euro- oder der Flüchtlingspolitik, konnte ich immer sagen, das war früher einmal die Haltung der CDU in diesen Fragen. Die halte ich aus folgenden Überlegungen auch nach wie vor für richtig. Das hat Angela Merkel eigentlich immer akzeptiert, auch wenn wir uns in diesen Punkten nicht einig geworden sind. Und – ich glaube, das weiß sie auch – ich habe sie nie belogen. Ich habe sie nie betrogen. Ich habe aus meiner Meinung nie ein Geheimnis gemacht. Ich habe geheim nie anders abgestimmt als öffentlich. Auf mich konnte sie sich verlassen. Also bei mir wusste sie immer, wo sie dran war [lacht]. Das ich da als Pflegefall gegolten habe, ja das glaube ich sofort [lacht], oder als Problemfall oder als Quergeist, wie der Spiegel geschrieben hat. Das glaube ich sofort. Aber Angela Merkel würde nie sagen, der hat uns hintergangen.

Verlässlichkeit

Ist eine „klare Kante“ trainierbar oder bekommt man sie in die Wiege gelegt?

Ich glaube, da trifft Politik auf Persönlichkeit. Ich könnte nicht gut schlafen, wenn ich mich nicht klar ausdrücken könnte. Und diesen tausendfachen Schriftverkehr, den ich auch heute noch mit Bürgerinnen und Bürgern habe, den könnte ich so gar nicht führen, wenn ich mir in meiner Haltung nicht sicher wäre. Nicht „sicher“ im Sinne von unfehlbar, auch nicht „sicher“ im Sinne von „Nur meine Meinung ist die, die ich gelten lasse“, sondern „sicher“ in dem Sinne, dass ich mir wirklich nach einem gründlichen Abwägungsprozess eine fundierte Meinung gebildet habe, die ich aus Überzeugung vertrete, nicht aus Zufall.

Haltung

Herr Bosbach, herzlichen Dank für dieses sehr interessante Gespräch.

Das Interview mit Wolfgang Bosbach führte Prof. Holger J. Schmidt.

Starke Persönlichkeitsmarke: Worauf kommt es an?

Identitätsentwicklung als Schlüssel

Die starke Personen- oder Persönlichkeitsmarke ist der zugespitzte Ausdruck dessen, was den Menschen unverwechselbar macht. Die Entwicklung der eigenen unverwechselbaren Identität macht diese Unverwechselbarkeit greifbar. Nur wenn wir unsere eigene Identität kennen, können wir sie auch nach außen tragen anderen erklären.

Unser Prozess zur Identitätsentwicklung bei Personen basiert auf einem einzigartigen Abgleich von Selbst- und Fremdbild. So vermeiden wir, dass wir die Identität als Wunschbild aufbauen. Starke Persönlichkeitsmarken basieren auf einem starken Fremdbild. Damit werden sie nachhaltig glaubwürdig und als authentisch wahrgenommen.

Der Nutzen starker Persönlichkeitsmarken

Ein so geschliffenes Profil führt dazu, dass man selbstsicherer auftritt, fokussierter agiert und in der Konsequenz erfolgreicher ist.  Eine starke Persönlichkeitsmarke entwickelt sich aus ihrem inneren Kompass heraus. Sie ahmt nicht nach, sondern entfaltet die eigne Unverwechselbarkeit und hat Vorbildcharakter.

Die Identitätsentwicklung legt den eigenen inneren Antrieb offen und macht sichtbar, wo ich einen Unterschied machen kann. Und sie gibt Antwort auf die Frage, was ich im Leben erreichen und hinterlassen will.

Starke Persönlichkeitsmarken transportieren immer Transparenz, Authentizität, Glaubwürdigkeit, Klarheit, Verlässlichkeit und Haltung. Die eigene Identität zu entwickeln und entdecken und damit zur Persönlichkeitsmarke (Personal Brand) zu werden, ist wertvoll für jeden, der mit seiner Persönlichkeit den Unterschied machen kann und will – egal ob Politiker, Berater, Verkäufer oder Unternehmer.

Die Entwicklung der eigenen unverwechselbaren Identität zu einem klaren Profil ist der Schlüssel für alle Entwicklungssucher, die es besser machen wollen.

Das ausführliche Interview mit Wolfgang Bosbach finden Sie im Buch „Personal Branding – Was Menschen zu starken Marken macht“ von Christopher Spall.

Bildquelle: Sven Teschke/WikiMedia Commons

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Peak Performer Kids Camps Unterfranken und Oberbayern: Rückblick

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Der Unternehmensmarke ein Gesicht zu geben, ist ein wahnsinnig starkes Signal

Der Unternehmensmarke ein Gesicht zu geben, ist ein wahnsinnig starkes Signal

Timo Burger leitet gemeinsam mit seiner Cousine Christina Dietmayr in der dritten Generation das Familienunternehmen Burgis Knödelliebe in Neumarkt in der Oberpfalz. Er ist verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Logistik und Marketing. Schon früh hat er erkannt, dass eine große Chance im CEO-Branding liegt und ist daher als Markenbotschafter unter dem Pseudonym Knödel-Insider umtriebig unterwegs – ob im Netz via Social Media oder auf Veranstaltungen wie dem Münchner Oktoberfest.

Timo Burger, Burgis Knödelliebe

„Die Persönlichkeitsmarke dient der Unternehmensmarke.

Timo Burger

Das Interview mit Timo Burger führte Christopher Spall.

Herr Burger, Sie treten gern in der Öffentlichkeit auf, zeigen sich beispielsweise mit Wiesenwirten auf dem Münchner Oktoberfest. Was versprechen Sie sich davon?

Ich verspreche mir davon, dass unsere Marke Burgis schneller bekannt wird. Da ich mich als Inhaber mit der Marke Burgis zu 100 Prozent identifiziere, kann ich auch wirkungsvoll für die Marke in der Öffentlichkeit präsent sein und den direkten Kontakt zu Kunden pflegen und neue Kontakte knüpfen.

Welche Werte Ihres Familienunternehmens sind Ihnen besonders wichtig? Und wie leben Sie diese Werte in Ihrem CEO-Alltag?

Handschlagqualität ist mir besonders wichtig – mein Wort gilt. Das drückt für mich auch Geradlinigkeit und Verbindlichkeit aus. Aber es zeigt auch, dass man sich immer auf Augenhöhe begegnet. Wenn mich ein Mitarbeiter fragt, was er tun soll, dann frage ich zurück, was er vorschlägt. In 90 Prozent der Fälle sagt der Mitarbeiter das, was ich auch machen würde. Das zeigt mir, dass die Werte von Burgis, die wir in der Geschäftsführung vorleben, von den Mitarbeitern auch verinnerlicht werden und wir gemeinsam sehr stimmig agieren. Darüber hinaus lebe ich unsere Burgis Markenkernwerte Tag für Tag vor bzw. werden diese durch meine Tätigkeiten in der Öffentlichkeit sichtbar. Wir sind ein Familienunternehmen, das mit seiner Heimat tief verbunden ist und bei seinen Knödeln keine Kompromisse macht. Wir sind besessen von bester Qualität, umtriebig und lassen uns rund um den Knödel immer etwas Neues einfallen. Kurzum: Burgis steht für Knödelliebe, und Liebe entsteht durch Vertrauen.

Haben Sie eine Strategie für Ihre persönliche Vermarktung, an die Sie sich halten, oder ergreifen Sie einfach spontan die Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten?

Zuallererst muss ich mich fragen: Wer bin ich? Wo will ich hin? Wo will ich mit meinem Unternehmen hin? Erst wenn ich das habe, kann ich entscheiden, ob ich das zusätzlich mit meiner Persönlichkeit noch verstärken will. Unser Unternehmen stellt Lebensmittel her. Da geht es, wie gesagt, um Vertrauen. Wenn ich als Person zur Marke des Unternehmens passe, dann kann ich das verstärken. Also wähle ich Veranstaltungen, die zur Marke passen, um dort präsent zu sein. Dabei frage ich mich auch immer: Wo habe ich die größte Wirkung? Sie haben das Oktoberfest angesprochen. Ich zeige mich dort, weil die Veranstaltung unglaublich positiv besetzt ist. Das Fest und teilweise die Wiesenwirte selbst sind Marken. Wenn Sie mit diesen Marken in Verbindung gebracht werden, profitieren Sie von diesem Ruf.

(…)

Der Chef ist der erste und wichtigste Markenbotschafter des Unternehmens – und ja schon inklusive.

Wie hoch schätzen Sie den Stellenwert ein, den das Thema CEO-Branding in Mittelstandsunternehmen einnehmen sollte?

Es ist einfach eine riesengroße Chance. Jeder sollte überlegen, ob er diese Chance nutzt oder nicht. Der Marke ein Gesicht zu geben, ist ein wahnsinnig starkes Signal. Wir Mittelständler sollten den Mut haben, diese Chance zu nutzen. Wenn nicht der Chef hinter der Marke steht, wer dann? Er ist der erste und wichtigste Markenbotschafter – und ja schon inklusive.

Kein Testimonial kann so authentisch unser Unternehmen verkörpern wie ich selbst. Ich lebe Knödelliebe. Als Chef muss man die Unternehmenswerte widerspiegeln, sonst entsteht keine harmonische Wirkung nach außen. Natürlich muss es einem liegen, sehr oft präsent zu sein, aber auch intern darf man die Wirkung des CEO-Brandings nicht unterschätzen. Niemand kommt als Marke zur Welt. Und genauso wie mit anderen Disziplinen im Beruf muss man sich auch mit seiner Wirkung beschäftigen. Der eigene Auftritt muss nicht perfekt sein, er muss echt sein.

Jeder ist eine Marke. Ob er will oder nicht. Wenn ich es nicht bewusst mache, prägen eben andere meine Marke.

Viele Geschäftsführer zweifeln, ob es überhaupt sinnvoll ist, das eigene Gesicht mit der Unternehmensmarke zu verknüpfen, und neigen zu Zurückhaltung bei der öffentlichen Präsenz. Dabei begegnen mir immer wieder die gleichen Ängste. Eine davon ist, sich angreifbar zu machen. Eine andere, dass negative Nachrichten zur eigenen Person auf das Unternehmen abfärben könnten. Was raten Sie diesen CEOs?

Das kommt natürlich auf das Privatleben an (lacht). Aber im Ernst: Ängste resultieren oft aus der eigenen Erfahrung. Aber für das Thema Marke brauchen wir Offenheit für Neues. Einen Punkt sollte man allerdings im Blick haben: Neid. Man muss schon überlegen, was man macht. Sollte ich wirklich meinen Ferrari zur Schau stellen? Auch das Auto muss zur Marke passen. Genauso wie das Restaurant, in das ich gehe. Aber darauf muss ich ja ohnehin achten. Egal, ob ich mich bewusst entscheide, meine Marke zu entwickeln. Jeder ist ja eine Marke. Ob er will oder nicht. Wenn ich es nicht bewusst mache, prägen eben andere meine Marke. Ich persönlich nehme lieber etwas in die Hand, bevor ich andere steuern lasse

Gibt es noch einen anderen Grund als CEO Personal Branding zu betreiben?

Personal Branding hilft entscheidend dabei, etwas zu bewirken, weil man dazu beiträgt, das Unternehmen noch sichtbarer zu machen. Es hat zum Beispiel Einfluss darauf, wie die Firma von potenziellen Mitarbeitern gesehen wird. Besonders die junge Generation möchte Gesichter zur Marke haben. Zudem bin ich als Person und Markenbotschafter sehr zugänglich: Ich sitze mit Foodbloggern auf der Wiesn und erfahre aus erster Hand, wie sie unsere Produkte verwenden, und ich baue eine langfristige Beziehung zu ihnen auf. Das wird durch Personal Branding erst möglich.

Welche Kompetenzen oder Voraussetzungen sollte ein CEO grundsätzlich mitbringen, um den Aufbau der eigenen Marke erfolgreich voranzutreiben?

Personal Branding ist die Kür, die ein stabiles Unternehmen voraussetzt. Also erst die Pflicht erfüllen und danach an der Außenwirkung feilen. Die Basis ist das eigene Bewusstsein für die Marke. Ich muss mich tief damit auseinandersetzen, wofür meine Marke überhaupt steht und wie ich das als Person zum Ausdruck bringen kann. Eine Marke ist eben mehr als bunte Bildchen. Natürlich sollte man regelmäßig über den Tellerrand schauen und im Blick haben, was der Wettbewerb macht, ohne andere zu kopieren. Selbstbewusstsein ist für mich auch eine Voraussetzung für erfolgreiches Personal Branding. Das bedeutet aber nicht, dass man seine Marke lauthals vertreten muss. Es ist vielmehr ein „Sich-selbst-bewusst-Sein“.

(…)

Wie sehen Sie den Zusammenhang zwischen Ihrer Persönlichkeitsmarke und der Marke Ihres Unternehmens?

Ich sehe mich als Markenbotschafter von Burgis. Das ist meine Rolle. Ich habe die Marke mitentwickelt und auch meine Rolle. Herr Hipp hat doch gezeigt, wie es geht. Die Werte, die er vorlebt, kann man spüren. Auch wenn das nicht jedermanns Sache ist. Marke heißt eben auch, mit der Konsequenz umgehen zu können, nicht jedem zu gefallen.

(…)

Welche Rolle spielt die Persönlichkeit des CEOs bei der Suche nach passendem Personal in Zeiten des Fachkräftemangels?

Dafür ist es super. Menschen suchen nach Orientierung. Sie wollen einen Menschen, der ein Vorbild ist, der verlässlich ist. Deshalb ist CEO-Branding eine Riesenchance für die Gewinnung von passendem Personal. Auch für die Mitarbeiter, die bereits lange im Unternehmen tätig sind, ist es hilfreich. Wenn sie dir vertrauen, gehen sie auch durchs Feuer, wenn es brenzlig wird.

(…)

Welchen Rat können Sie darüber hinaus Führungskräften und Vorständen mit auf den Weg geben?

Unbedingt Marke machen, denn sie sind sowieso eine, und das ist eine riesige Chance für sie selbst und für das Unternehmen. Es ist also Teil des Jobs. Wer das als CEO nicht macht, der macht einen schlechten Job.

(…)

Herr Burger, herzlichen Dank für Ihre außerordentlich klaren Einsichten.

Das komplette Interview finden Sie im Buch „Personal Branding – Was Menschen zu starken Marken macht“ von Christopher Spall.

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Peak Performer Kids Camps Unterfranken und Oberbayern: Rückblick

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Vom Freistoßspezialisten zur starken Marke: Die Identitätsentwicklung des Ex-Fußballprofis Manfred „Manni“ Bender

Vom Freistoßspezialisten zur starken Marke: Die Identitätsentwicklung des Ex-Fußballprofis Manfred „Manni“ Bender

Die Ziele

Sei es im privaten Gespräch, im Interview oder beispielsweise auf seiner Website – Manfred „Manni“ Bender hatte den Wunsch, den Kern seiner eigenen Persönlichkeit leicht vermitteln zu können. Mit unserem Identitätsentwicklungsprozess haben wir die unverwechselbare Identität von Manni Bender auf den Punkt gebracht. Damit haben wir die Voraussetzung geschaffen dafür, dass er seine Marke weiter mit konkreten identitätsorientierten Inhalten aufladen und stärken kann.

Manfred "Manni" Bender

Die Ausgangslage

Ex-Fußballprofi Manfred „Manni“ Bender (u.a. FC Bayern, KSC) ist in seiner Position nicht alleine – Ex-Fußballprofis mit starker Bilanz gibt es viele. Doch wie kann es das Münchner Urgestein trotzdem schaffen, aus dieser Masse herauszustechen? Wie kann Manni Bender ein klares Profil in den Köpfen der Menschen etablieren?

Der Entwicklungsprozess

  1. Im ersten Schritt haben wir die Persönlichkeitsmarke von Manni Bender entwickelt. Mit unserer Identitäts-Expedition (Selbstbild) in Kombination mit dem Identitäts-Sonar (Fremdbild) haben wir die Grundlage dafür geschaffen. Auf Basis dieser einzigartigen, umfangreichen Analyse haben wir – gemeinsam im Individualcoaching mit Manni Bender – seine Kernwerte erarbeitet und definiert.
  2. Im zweiten Schritt haben wir Manni Benders persönlichen Antrieb herausgearbeitet. Ausgehend von diesem persönlichen Antrieb haben wir einen Leitspruch entwickelt, den Manni Bender gezielt in der Kommunikation nutzen kann.
  3. Außerdem haben wir die Rollen identifiziert, die Manni Bender im beruflichen Kontext gezielt einnehmen möchte – und welche nicht.
Die Entwicklung der Persönlichkeitsmarke Manni Bender

Der Markenkern

Im Ergebnis haben wir drei Wertepaare herausgeschürft, die die unverwechselbare Identität von Manni Bender beschreiben:

  • „Geradlinig mit Ecken und Kanten“
  • „Gelassenheit mit Handschlagqualität“ und
  • „Gewinnen mit Gemeinschafts-Sinn“

Manni Benders Lebenseinstellung haben wir mit seinem persönlichen Antrieb und dem Leitspruch „Gewinnen beginnt mit Gelassenheit“ Geltung verliehen.

Mit seinem neuen Rollenverständnis kann Manni Bender nun leichter entscheiden, welche Aktivitäten wirklich zu ihm passen und wo er den Unterschied machen kann.

Die Umsetzung

Auf der Persönlichkeitsmarke aufbauen – abgeleitet von der unverwechselbaren Identität Manni Benders – haben wir die Nr. 1 Positionierung für seinen Video Podcast „Rückblick mit Weitblick“ entwickelt: „Der Nr. 1 Video-Podcast für aufrichtige Einblicke hinter die Fassade von echten Gewinnern“. Die Nr. 1 Positionierung hilft dabei, den Video-Podcast strategisch auszurichten und von anderen Formaten abzugrenzen. Jeder Video-Podcast verspricht nun wahre Einblicke in die Köpfe der Gäste und bietet Zuschauern so ein einzigartiges Format.

Die Identität von Manni Bender spiegelt sich auf seiner Website wider.

Tiefere Einblicke in die Marke „Manfred ‚Manni‘ Bender“

Manfred "Manni" Bender

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Harald Winkler: Vom Managementberater zum Wirksamkeitsentwickler

Harald Winkler: Vom Managementberater zum Wirksamkeitsentwickler

„Tiefschürfend. Verbindend. Wirksam.“ – Die Entwicklung eines attraktiven Markenversprechens

Positionierung als Selbstständiger

Während angestellte Fach- und Führungskräfte es häufig als unnatürlich ansehen, einen eigenen Leitspruch zu nutzen, ist der sogenannte Markenleitspruch für Selbstständige praktisch Pflicht. In diesem Satz kristallisiert sich das besondere Versprechen ihrer Marke, die Marke wird greifbar. Das erleichtert den Zugang zu Neukunden und führt dazu, dass sie weniger erklären müssen.

Für Managementberater ist der Wettbewerb  hart. Aus der Masse der Coaches und Berater heraus zu ragen ist schwierig. Die Leistung ist hoch intransparent und immateriell. Und in kaum einem anderen Geschäft ist der Erfolg so stark von der Persönlichkeit des Anbieters  abhängig. Sicher geht es auch um Methoden und Ausbildungsschwerpunkte. Über den Erfolg entscheidet in der Anbahnungs- ebenso wie in der Weiterempfehlungsphase aber vor allem die Persönlichkeit des Coaches.

 

Wie können sich Selbstständige auf den ersten Blick von der Konkurrenz differenzieren? Indem sie sich zuallererst dem Vergleich entziehen.

Dafür braucht es Handwerkszeug und Training. Ein klares Markenprofil kann helfen, eine Monopolstellung in der Wahrnehmung der Kunden und Interessenten zu etablieren. Aber auch hier beginnt die Suche nach einer klaren Positionierung bei der eigenen Identität – beziehungsweise bei der Frage: Was macht mich im Kern aus? Die Entschlüsselung der Besonderheiten einer Persönlichkeit gibt bereits wertvolle Hinweise auf eine mögliche eigene Kategorie.

Management-Coach Harald Winkler besticht durch seine tiefschürfende Arbeitsweise. Er beschäftigt sich viel mit Motivatoren und inneren Limitierungen, geht in seiner Arbeit bis in die Kindheit seiner Klienten zurück, um Verhaltensweisen zu ergründen und für die Zukunft nutzbar zu machen. Findet sich ein solches Juwel im Rahmen einer Identitätsanalyse, gilt es, diesen Baustein auf Glaubwürdigkeit zu untersuchen. Bei Harald Winkler zeigte sich die tiefschürfende Arbeitsweise in bohrenden Fragen, um einer Sache auf den Grund zu gehen oder Zusammenhänge zu entschlüsseln. Auch viele der langjährigen Kunden von Herrn Winkler nannten in einer anonymen Befragung ungestützt diese Stärke. Mehr noch: Herrn Winklers langjährige Kunden bezeichneten diese Eigenheit sogar als unverwechselbar. Unverwechselbare Bausteine finden sich sehr selten.

 

Die Frage nach der Unverwechselbarkeit ist der höchste Anspruch, den man an eine Eigenheit legen kann.

Für die Definition einer eigenen Kategorie half Herrn Winkler sein Lebensgefühl. Viele seiner Kunden fühlten sich nach einem Kontakt mit ihm energiegeladen und handlungsfähig. Sie hatten das Gefühl, wirksam zu sein, weil sie den wahren Kern ihrer Persönlichkeit nutzten. Sie fühlten sich so verbunden mit sich selbst.

Harald Winkler nutzte diese Wirkung für seine Positionierung als Nummer 1. Die strategische Positionierung leitete er wie folgt ab: „Der tiefschürfendste Wirksamkeitsentwickler für Spitzenführungsteams im deutschsprachigen Raum“. Das Alleinstellungsmerkmal der Coaching-Tiefe verbunden mit dem Ziel der Wirksamkeit und die Konzentration auf Spitzenführungsteams brachten nun seine Haltung auf den Punkt. Und sie bildeten von nun an die Klammer für all seine Aktivitäten.

Seither hat Harald Winkler sich noch stärker darauf fokussiert, Wirksamkeit in der Tiefe herauszuschürfen. Er absolvierte eine Ausbildung, um tiefgründige indianische Traditionen in seine Arbeit einfließen zu lassen. Zudem arbeitet er heute mit den neuesten Erkenntnissen der Gehirn- und Traumaforschung. So kann er nun noch tiefer gehen in seiner Arbeit mit Führungskräften und Spitzenführungsteams.

Für mehr Klarheit in der Anbahnung wurde der Leitspruch „Tiefschürfend. Verbindend. Wirksam“ geschaffen. Dieser Markenleitspruch brachte nicht nur all die wertvollen Besonderheiten seiner Marke auf den Punkt. Er half ihm auch, eine Geschichte zu erzählen: von den tiefschürfenden Vorgehensweisen über die verbindende Wirkung seiner Arbeit bis hin zum Ergebnis, der Wirksamkeit.

Bildquelle: Eigenes Foto

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Von der Schuhmacherin zur starken Marke: „Schuh-Wunscherfüllerin“ Kirstin Hennemann

Von der Schuhmacherin zur starken Marke: „Schuh-Wunscherfüllerin“ Kirstin Hennemann

Starke Marke Kirstin Hennemann

Zur Person

Kirstin Hennemann hat die Entwicklungsarbeit für ihre Marke 2015 abgeschlossen. Seitdem ist sie mit ihrer Berliner Maßschuhmacherei in größere Räume umgezogen. Die vertraute Atmosphäre des alten Ladens hat sie zum Glück zum Prenzlauer Berg mitgenommen. Nach mehreren Fernsehauftritten und Medienpräsenzen gingen ihre Schuhe 2018 zum ersten Mal auf Welttournee. Im Interview verrät sie, wie sie konkret mit ihrer Marke in der Praxis arbeitet und was ihr die Markenpositionierung als Persönlichkeit unter dem Strich gebracht hat.

Ich glaube, ich setze seitdem viel bewusster das ein, was mich und meine Maßschuhmacherei ausmacht.

Kirstin Hennemann

Sie haben Ihre Persönlichkeitsmarke im Jahr 2015 definiert. Was haben Sie damit gemacht?

Die Frage ist doch: Was hat es mit mir gemacht? Ich glaube, ich setze seitdem viel bewusster das ein, was mich und meine Maßschuhmacherei ausmacht. Wenn ich mir die Leitsätze heute anschaue, die wir gemeinsam entwickelt haben, denke ich manchmal schon noch: „Bist du das wirklich?“ Aber im nächsten Moment wird mir klar, dass ich zu meinen Stärken stehen kann. Ja, das bin ich.

Sie sehen sich als DIE Schuh-Wunscherfüllerin. Wie leben Sie das eigentlich?

Ich bleibe experimentierfreudig. Und ich versuche, Entscheidungen im Sinne meines Kunden zu treffen, auch über meine eigenen ideologischen Grenzen hinweg. Ich trage zum Beispiel keine Pumps, aber wenn das jemand will, warum nicht?

Ich überlege bei allen Entscheidungen: Passt das zu mir?

Ich versuche – vielleicht im Gegensatz zu anderen Schuhmachern – weniger das Traditionelle zu betonen. Ich glaube, dass der Individualität keine Grenzen gesetzt sein sollten.

Wie nutzen Sie Ihre Marke für den Außenauftritt?

Ich habe den Internetauftritt komplett geändert. Dabei sind für mich die Leitlinien, die aus meiner Identität heraus entstanden sind, eine große Hilfe. Man präsentiert sich ja ständig irgendwie irgendwo.

Vor Auftritten im Fernsehen habe ich mir meine Marke und die einzelnen Bausteine vorher noch einmal kurz angesehen. Dafür ist es ja total gut, eine klare Ausrichtung zu haben

Wenn ich die Maßschuhmacherin präsentiere, verwende ich jetzt immer den Leitspruch: „Einzelstücke handmade in Berlin“. Und ich trage mein Markenzeichen, den Hahn, jetzt auch viel selbstbewusster nach außen. Er ist in jedem Schuh eingenäht. Es kamen sogar schon Kunden, die gefragt haben, ob sie den Hahn auch außen am Schuh haben könnten.

Was hat Ihnen die professionelle Markenentwicklung konkret gebracht?

Das war sehr klärend für mich.

Ich glaube, ich traue mich mehr. Unsere Preise haben wir deutlich erhöht. Wir können seitdem einfach den Wert besser rüberbringen. Ich finde es gut, dass ich das gemacht habe. Sonst hätte ich das so nicht hingekriegt.

Welchen Rat würden Sie jemandem mit auf den Weg geben, der ebenfalls auf authentischem Wege zur Marke werden will?

Es braucht jemanden, der einem den Spiegel vorhält. Wenn man es sich irgendwie leisten kann, sollte man sich Unterstützung holen. Und wenn nicht, dann trotzdem. Und er oder sie sollte auf dem Weg zur Marke auf jeden Fall gute Schuhe tragen.

Das Interview mit Kirstin Hennemann führte Christopher Spall.

Die ausführliche Entwicklungsgeschichte von Kirstin Hennemann finden Sie im Buch „Personal Branding – Was Menschen zu starken Marken macht“ von Christopher Spall.

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